Lidstraffung (Blepharoplastik) ohne Operation mittels der neuartigen Technik der Plasmasonde- ein Selbstversuch. 

10.08.2020

Während des Tests unseres neuen Plasmagerätes zur Lidstraffung habe ich mich spontan dazu entschieden, den Selbstversuch zu wagen. Schon lange wollte ich meine Augenlider (Ober- und Unterlider) straffen lassen, jedoch hatten mich bis jetzt keine Operationstechnik und kein Operateur restlos überzeugt. Manchmal sieht man bei der Operation sehr schöne Resultate, manchmal katastrophale. Der Nachteil der Operation ist, dass sie definitiv ist und nicht rückgängig gemacht werden kann. Gefällt das Resultat nicht, muss man damit leben. Zudem kann ein solcher Eingriff das Gesicht markant verändern. Ich wollte eine diskrete und natürliche Veränderung. Die Plasmasonde bot mir nun die Möglichkeit, meine Augenlider ohne Operation, ohne Narben, auf natürliche Weise zu straffen. Dazu kommt für viele Patientinnen und Patienten der Kostenfaktor: eine Oberlidstraffung kostet in der Schweiz zwischen 4-6'000.-, eine Unterlidkorrektur mindestens eben so viel. Im Ausland sind die Preise etwa halb so hoch, aber dafür muss man reisen, hat die Sprachbarriere, ungewisse Qualitätsstandards und das Problem der Nachsorge bei Komplikationen. Dazu kommt die "downtime": bei einer operativen Lidkorrektur muss man mit Hämatomen und einem Arbeitsausfall von je nach Situation bis zu 2 Wochen rechnen. Das stellt viele potentielle Kundinnen und Kunden vor Probleme. Mit diesen Gedanken im Kopf und das neue Gerät vor Augen überliess ich meine Augenlider vertrauensvoll meiner speziell dafür geschulten Mitarbeitern...


 Tag 0: Behandlungstag: spezielle Massnahmen sind vor dem Eingriff nicht erforderlich. Als erstes wird eine starke Betäubungscrème aufgetragen, die 30-60 Minuten einwirken muss. Dann ist die Behandlung danach praktisch schmerzfrei. Bei grosser Nervosität kann vorgängig zudem ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht werden. Die Behandlung beginnt. Die Mitarbeiterin hält die Sonde wenige Millimeter über dem Augenlid. Die Haut wird nicht berührt. Dann werden wie beim Punktschweissen viele kleine Schweisspunkte auf der Haut gesetzt. Die Plasmasonde wirkt über einen Ionisierungsprozess der Luft, der zu einer starken Anreicherung von freien Elektronen und Ionen führt. Es kommt zu einer kleinen, explosionsartigen Gasentladung der Luft über der behandelten Stelle (die Haut wird dabei wie gesagt gar nicht berührt), mit einer Millisekunden dauernden, sehr starken Erhitzung, die eine kleine Brennmarke auf der Haut zurücklässt. Die kurze, starke Erhitzung der Haut bewirkt ein Zusammenziehen der Kollagenfasern der Haut. Dadurch wird ein Straffungs-, oder eben im Bereich der Augenlider ein Liftingeffekt erreicht. Durch die starke Erhitzung wird die oberflächlichste Hautschicht regelrecht "weggedampft", was zu einem Geruch wie im Operationssaal, wenn mit der Elektrokaustik geschnitten wird, führt. Der grosse Vorteil dieser Methode ist wie gesagt die fehlende Narbenbildung. Zudem kann das Auge nicht beschädigt werden. Sogar wenn die Sonde direkt an das offene Auge gehalten würde, würde nichts passieren, da die Methode nur bei einer trockenen Oberfläche funktioniert. Die Tränenflüssigkeit des Auges würde verhindern, dass ein Ionisationsimpuls ausgelöst würde. Die Methode ist also sehr sicher. Die Behandlungsdauer pro Seite beträgt, falls zügig gearbeitet werden kann, da. 15 Minuten, die gesamte Behandlungsdauer für beide Augen also nicht mehr als 30 Minuten. Direkt nach der Behandlung spürt man kaum Schmerzen. Die Augenlider können aber gekühlt werden. Dann wird eine Wundsalbe aufgetragen.

Tag 1 nach der Behandlung: die Augenlider sind leicht geschwollen und gerötet. An den behandelten Stellen haben sich leichte Krusten gebildet. Auch die Unterlider sind leicht geschwollen (das Gewebe um die Augen ist sehr fein und das Ödem kann sich vom Oberlid leicht auf das Unterlid ausbreiten. Ich kühle mehrmals pro Tag und trage eine entzündungshemmende Wundsalbe (die wir nach der Behandlung abgeben) auf. Ansonsten habe ich kaum Schmerzen (nur bei direkter Berührung) und bin voll einsatzfähig. Bei der Arbeit trage ich eine Brille, die die Behandlungsstelle etwas verdeckt.

Tag 2 nach der Behandlung: die Schwellung hat im Vergleich zum Vortag noch leicht zugenommen (was an mehreren Faktoren liegt: aufgrund meiner bereits ausgeprägten Schlupflider wäre eigentlich ein operativer Eingriff notwendig gewesen, den ich aber aus den oben genannten Gründen nicht wollte. Dafür wurde die Behandlung relativ stark durchgeführt, um ein befriedigendes Resultat zu erzielen, was natürlich zu einer verstärkten Gewebereaktion führt. In leichteren Fällen kann weniger stark behandelt werden, mit weniger Gewebereaktion und weniger Schwellung. Zudem hat die Sommerhitze sicher auch noch zu einer vermehrten Schwellung geführt). Ich kühle weiterhin gut, vermeide grössere körperliche Anstrengungen, trage meine Wundsalbe auf und arbeite voll.

Tag 3 nach der Behandlung: Die Schwellung beginnt, sich leicht zurückzubilden

Tag 4 nach der Behandlung: weiter Rückbildung der Schwellung, die ersten Krusten beginnen abzufallen

Tag 5 nach der Behandlung: die Schwellung um die Augen hat sich vollständig zurückgebildet, die Krusten fallen alle ab

Tag 6 nach der Behandlung: anstelle der Krusten hat sich nun feine, rosa Haut gebildet. Ich trage weiterhin die Wundcreme auf. Das Resultat 1 Woche nach Behandlung ist verblüffend und beeindruckend: es ist auch bei meinen ausgeprägten Schlupflidern bereits 1 Wochen nach der 1. Behandlung zu einer deutlich sichtbaren Lidstraffung gekommen. Das Resultat ist sehr schön, ohne Narben. Mein Sichtfeld hat sich deutlich verbessert, etwas, das mir vorher gar nicht aufgefallen war. Mein Blick wirkt nun offener, freier, frischer, weniger müde. Das Resultat ist absolut natürlich.