FETTWEGSPRITZE

Die Injektionslipolyse

 auch Fettwegspritze ist eine Methode zur Behandlung von kleineren bis mittleren Fettdepots am Körper und im Gesicht ohne einen operativen Eingriff.

Die Methode wurde früher auch zur Behandlung von Tränensäcken unter den Augen angewandt, wird aber in Deutschland vom Netzwerk-Lipolyse nicht empfohlen. Das Netzwerk-Lipolyse ist die Vereinigung, die die Therapie der Injektionslipolyse standardisiert hat und weltweit Ärzte ausbildet. Bei der Behandlung von Cellulite wird die Injektionslipolyse in einer besonderen Art und Weise eingesetzt, indem der Wirkstoff direkt unter die Haut injiziert wird.


Das injizierte Präparat (Handelsname Lipostabil N) ist eine Mischung von Phospholipiden aus Sojabohnen, zugelassen zur Behandlung von Hyperlipidämien und zur Vorbeugung oder Behandlung von Fettembolien in der Chirurgie. Die Off-label-Anwendung soll die überzähligen Fettzellen zerstören.

Der Wirkstoff wird heute in Spezialapotheken auf Rezept der behandelnden Ärzte hergestellt. Die Kombination von Phosphaditylcholin und Desoxycholsäure hat sich als besonders wirkungsvoll und trotzdem schonend erwiesen.

Nach Angabe der Anwender sind durch Anwendung der Fettwegspritze Umfangsreduktionen von 2 bis 4 cm an den behandelten Körperregionen möglich. Die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode wurde 2005 in einer Studie bestätigt. Eine neuere Studie, publiziert 2013, die von der ASAPS (American Society of Aesthetic Plastic Surgery) beauftragt und von der FDA genehmigt wurde, hat ebenfalls einen Wirksamkeitsnachweis durch eine Halbseitenvergleichsstudie erbracht. Ist ein weiterreichender Effekt gewünscht, kann dieser mittels einer Fettabsaugung erzielt werden. Die Fettwegspritze stellt keine vollwertige Alternative zur Fettabsaugung dar, sondern ist für kleinere Fettpolster geeignet.

Nach örtlicher Desinfektion und Betäubung der zu behandelnden Stellen wird mittels dünner Injektionsnadeln (Außendurchmesser: 28-33 G, Länge: 6-12 mm) die Wirkstoffkombination von Phosphatidylcholin (PPC) und Desoxycholsäure (DOC) direkt in das Fettgewebe injiziert. Dieser aus dem Öl der Sojabohne hergestellte Wirkstoff bewirkt, dass das Fett nach Zerfall der Fettzellen in der Leber abgebaut wird. Nur ein ganz geringer Teil wird über die Niere ausgeschieden.

Die Behandlung kann ambulant erfolgen. Als Nebenwirkungen treten immer vorübergehende Schwellungen für ca. zwei bis drei Tage, Rötungen und Brennen sowie blaue Flecken auf. Etwa 5 % der Patienten sprechen auf den Wirkstoff gar nicht und weitere 10-15 % nur vermindert an.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur verfügung.